Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Toast, ...

Toast m. ‘geröstete (Weiß)brotscheibe’, Übernahme (2. Hälfte 18. Jh.) von engl. toast ‘(oft in Wein, Milch, Wasser getunkte bzw. damit übergossene) geröstete Brotscheibe’, das seinerseits aus afrz. mfrz. tostee ‘geröstete Brotschnitte’, dem substantivierten Femininum des Part. Perf. von afrz. mfrz. toster ‘rösten, (auf dem Roste) braten’ (woraus engl. to toast), entlehnt ist. Das afrz. Verb beruht auf spätlat. tostāre ‘dörren’, einer Bildung zu lat. tostum, dem Part. Perf. Neutr. von lat. torrēre ‘dörren, trocknen, (ver)sengen, trocknen lassen, entzünden, entflammen’ (s. ↗dürr). Engl. toast entwickelt sich im 17. Jh. zur Bezeichnung für eine Frau, auf deren Gesundheit getrunken wird (angeblich, weil sie dem gefüllten Trinkgefäß Wohlgeschmack wie eine eingetunkte Scheibe Röstbrot verleihe). Mit den sich daran anschließenden Bedeutungen ‘Person, auf deren Wohl ein Trinkspruch ausgebracht wird’ und ‘feierlicher Trinkspruch’ wird engl. toast ebenfalls im 18. Jh. ins Dt. übernommen. toasten Vb. ‘einen Trinkspruch ausbringen, jmdm. zutrinken’ (Ende 18. Jh.), ‘Brotscheiben rösten’ (20. Jh.), nach engl. to toast (zur Herkunft s. oben).
Zitationshilfe
„Toast“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Toast>, abgerufen am 29.09.2020.

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