Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Treber

Treber Plur. ‘(Eiweiß und Zellulose enthaltende) Rückstände bei der Bierherstellung, Viehfutter’, seltener ‘Trester’, ahd. trebir (11. Jh.), mhd. treber, mnd. drēver, drāver sind Pluralformen eines alten es/os-Stammes. Der Sing. begegnet in mnd. mnl. nl. draf, engl. draff ‘Treber’, aschwed. draf ‘Bodensatz, Hefe’, schwed. drav ‘Schweinefutter, Treber’; vgl. auch mit Intensivgemination nl. drabbe ‘Hefe, Bodensatz’, nd. Drabbe ‘Spülicht, Schmutz, Bodensatz’. Außergerm. sind verwandt mir. drab ‘Treber, Hefe’, drabarṣlūag ‘gemeines Volk’, russ. (älter) drobá, heute drobína (дроба, дробина) ‘Bodensatz, Bierhefe, Treber’. Die Formen führen (mit ablautendem ↗trübe und ↗trüben, s. d.) auf eine Labialerweiterung ie. *dherəbh-, *dhrābh-, *dhrəbh- der Wurzel ie. *dher(ə)- ‘trüber Bodensatz einer Flüssigkeit, Schmutz’, auch von trüben Farbtönen (s. ↗Trester).
Zitationshilfe
„Treber“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Treber>, abgerufen am 28.02.2020.

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