Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Wehr

Wehr1 f. ‘Befestigung, Verteidigung, Waffe, Schutztruppe’, ahd. werī ‘Verteidigung, Befestigung’ (8. Jh.), mhd. wer(e) ‘Verteidigung, Kampf, Widerstand, Weigerung, Heer, Waffe, Befestigung’, asächs. -weri in skildweri, mnd. mnl. wēre ‘Widerstand, Verteidigung, Schanze, Waffe’, nl. weer ‘Widerstand, Verschanzung’, afries. were (westgerm. *wari-) und (mit anderer Stammbildung) anord. verja ‘Verteidigung, Verwahrung’ stellen sich zu dem unter wehren (s. d.) behandelten Verb. Dazu vgl. die Wendungen sich zur Wehr setzen ‘Widerstand leisten’ (mhd. sich ze were setzen), Wehr und Waffe(n) (16. Jh.).
Zitationshilfe
„Wehr“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Wehr>.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Wehr, ...

Wehr2 n. ‘quer durch ein fließendes Gewässer gebautes Stauwerk’, ahd. wer (11. Jh.), mhd. (md.) wer(e) n., ein von der Küste südwärts vordringendes Wort. Die unterschiedlich gebildeten Substantive asächs. wer(r) ‘Fischwehr’ (10. Jh.), mnd. wāre, wēr(e) n. ‘jede in das Wasser (zur Fischerei oder zum Mühlenbetrieb) hineingebaute Stauung (aus Pfählen u. dgl.)’, nl. weer f. ‘Fischwehr, Damm im Wasser’, aengl. wer m., engl. weir ‘Flußdamm, Fischwehr’, anord. ver n. ‘Klippe am Meer zum Fischfang’, norw. vær ‘Aufenthaltsort der Fischer während der Fangzeit’ sowie (vorwiegend obd.) Wuhr n. ‘Damm, Stauwerk’, ahd. wōri (10. Jh.), mhd. wuore, wüere f., wuor, wüer m. f. n. stellen sich mit einer Ausgangsbedeutung ‘Hemmung, Hindernis’ zu dem unter wehren (s. d.) behandelten Verb. Das Wort wandert vom 13. Jh. an von der Küste die großen Flüsse aufwärts in md. und obd. Gebiet, in den Mundarten entsprechend den oben genannten Formen mit unterschiedlichem Genus, teils n. und m., teils f. (in Anlehnung an Wehr1 f., s. d.).
Zitationshilfe
„Wehr“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Wehr>.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -