Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Windel, ...

Windel f. ‘weiches Wickeltuch für Säuglinge zur Aufnahme der Ausscheidungen’, ahd. wintila ‘Binde’ (9. Jh.), ‘Kinderwindel’ (10. Jh.), asächs. windila, mhd. windel, wintel, mnd. mnl. windel ‘Kinderwindel’ sowie aengl. windel ‘geflochtener Korb’ sind Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ilō zu der unter ↗winden (s. d.) dargestellten Wortgruppe, ursprünglich ‘Binde zum (Ver)binden, zum Umwickeln’. windelweich Adj. ‘weich wie eine Kinderwindel’ (19. Jh.), besonders jmdn. windelweich prügeln, schlagen, verstärkende Bildung, mehrfach in den Mundarten, literarisch bei Kotzebue, Heine; vielleicht in lautlichem Anklang an vereinzelt im Bair. bezeugtes windelbleich ‘bleich wie weißes Windeltuch’, vgl. Hauschild in: ZfdWf. 6 (1904/05) 211.
Zitationshilfe
„Windel“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Windel>, abgerufen am 18.02.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Weitere Informationen zum Etymologischen Wörterbuch des Deutschen …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -