Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Wonne, ...

Wonne f. ‘Freude, Vergnügen, Beglückung’, ahd. wunna (9. Jh.), mhd. wunne, wünne, asächs. wunnia, mnd. wunne, aengl. wynn steht als jō-Stamm (westgerm. *wunjō) zur Schwundstufe der unter ↗gewinnen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’, auch ‘erarbeiten, Mühe haben’, perfektiv ‘erreichen, gewinnen’, s. dazu auch ↗wohnen, ↗Wunsch. Wonne ist in frühnhd. Zeit selten bezeugt, wird aber in der Mitte des 18. Jhs. durch poetischen Sprachgebrauch in der empfindsamen Literatur neu belebt. wonnig Adj. ‘freudig, beglückend, schön’, mhd. (md.) wunnic, geläufig erst seit Mitte 18. Jh.
Zitationshilfe
„Wonne“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/Wonne>, abgerufen am 14.07.2020.

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