Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

albern, ...

albern Adj. ‘kindisch, töricht, unseriös’. Ahd. alawāri ‘freundlich, wohlwollend’ (10. Jh.), mhd. al(e)wære ‘schlicht, einfältig’, anord. ǫlværr ‘freundlich’ sind Zusammensetzungen des unter ↗wahr (s. d.) behandelten Adjektivs mit verstärkendem germ. *ala- (s. ↗all); vgl. got. allawērei ‘Redlichkeit’. Das nicht mehr als Kompositum empfundene Wort unterliegt dem Wandel von lw zu lb und führt zu frühnhd. alber, das bis zum 18. Jh. neben dem aus den flektierten Formen sich herausbildenden albern (Ende 16. Jh.) fortbesteht. albern Vb. ‘sich kindisch, unernst benehmen’ (16. Jh.); dafür im 20. Jh. häufig herumalbern. Albernheit f. ‘unernstes, kindisches Benehmen’, auch ‘unseriöse, unqualifizierte Äußerung’ (z. B. Albernheiten sagen), löst (Mitte 17. Jh.) Bildungen wie Alberkeit (Ende 16. Jh.), Alberheit (1. Hälfte 17. Jh.), Albertät (1. Hälfte 17. Jh.) ab.
Zitationshilfe
„albern“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/albern>, abgerufen am 18.02.2020.

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