Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

bähen, ...

bähen1 Vb. südd. öst. schweiz. ‘(feucht) wärmen, erhitzen, rösten’, ahd. bāen ‘wärmen, mit Umschlägen heilen’ (9./10. Jh.), gibāen ‘warm halten’, umbigibāen ‘warm halten, rösten’ (11. Jh.), mhd. bæhen, bæn ‘durch Umschläge erwärmen, in feuchte Hitze bringen, rösten’, mnd. beien, beigen (germ. *bējan) gehört zur Wurzel ie. *bhē-, *bhō-, tiefstufig *bhə- ‘wärmen, rösten’ (s. ↗Bad, ↗backen). Bähung f. ‘das Wärmen, heilender warmer Umschlag’, ahd. bāunga (9. Jh.).
Zitationshilfe
„bähen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/b%C3%A4hen>, abgerufen am 24.11.2020.

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

bähen, ...

bähen2 Vb. ‘blöken wie ein Schaf’ (19. Jh.), abgeleitet von lautnachahmendem bäh Interjektion für den Schafslaut (18. Jh., neben häufigerem ↗mäh, s. d.; vgl. kindersprachliches Bählamm). Öfter jedoch steht bäh als Lautgebärde der Schadenfreude und des Abscheus, indem der anlautende Labial verachtendes Blasen symbolisiert.
Zitationshilfe
„bähen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/b%C3%A4hen>, abgerufen am 24.11.2020.

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