Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

baß, ...

baß Adv. ‘sehr, äußerst’. Das als komparative Steigerungsform zum Adverb wohl geltende baß ist heute nur noch in der scherzhaften, altertümelnden Wendung baß erstaunt sein gebräuchlich, im übrigen von ↗besser (s. d.), dem (ursprünglich nur adjektivisch gebrauchten) Komparativ von gut, verdrängt worden. Ahd. baʒ ‘besser’ (9. Jh., zu wola ‘gut’), mhd. baʒ, aengl. afries. bet, asächs. bet, bat, anord. betr lassen sich zusammen mit den unter ↗besser und ↗Buße (s. d.) behandelten Formen auf germ. *bat-, *bōt- ‘gut’ zurückführen. Die Verbindung der im Germ. zahlreich vertretenen Wortgruppe mit außergerm. Formen wie aind. bhadráḥ ‘glückverheißend, glücklich, erfreulich’ und der Ansatz einer Wurzel ie. *bhā̌d- ‘gut’ bleiben unsicher. Erhalten ist baß noch in der (heute nur noch altertümelnd verwendeten) Zusammensetzung fürbaß Adv. ‘voran, weiter’, ahd. furbaʒ (11./12. Jh.), mhd. vurbaʒ.
Zitationshilfe
„baß“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/ba%C3%9F>, abgerufen am 23.04.2021.

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