Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

bim, ...

bim Schallwort für den hellen Ton einer kleinen Glocke; erst im Nhd. bezeugt, oft in zwei- oder dreifacher Aneinanderreihung, womit das anhaltende Läuten zum Ausdruck gebracht wird. Solche reduplizierenden Formen veranschaulichen auch durch ablautenden Vokal (bim, bam oder bim, bam, bum) den Wechsel zwischen hohen und tiefen Glockentönen; daher umgangssprachlich die Substantivierung das Bimbam ‘das Läuten’ (18. Jh.). bimmeln Vb. ‘klingeln, mit hellem Ton läuten’, mnd. bimmeln, nhd. seit dem 17. Jh.; Ableitung vom lautmalenden bim (s. auch ↗baumeln, ↗bummeln); hierzu gebildet Bimmel f. ‘Klingel, kleine Glocke’ (um 1800; vorher schon Bimmel-Glocke bei Frisch, 1741).
Zitationshilfe
„bim“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/bim>, abgerufen am 12.06.2021.

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