Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

einsacken, ...

Sack m. ‘länglicher Behälter aus grobem Stoff oder Papier’, ahd. (um 800), mhd. sac, asächs. sakk, mnd. sak, mnl. sac, nl. zak, aengl. sacc, engl. sack, got. sakkus beruhen (wie die unter ↗Arche, ↗Kiste, s. d., genannten Formen) auf früher, mit dem römisch-germanischen Handel erfolgter Entlehnung. Zugrunde liegt lat. saccus ‘Sack, Filter’, griech. sákkos (σάκκος) ‘Sack (aus Ziegenhaar), Seihsack, Sackleinwand, ein daraus gemachter grober Mantel’, ein semit. Lehnwort (vgl. hebr. phön. śaq ‘härenes Zeug, Sack, Trauerkleid’; als Ausgangswort wird assyr. šaḳḳu ‘Sack, Büßergewand’ vermutet). sacken Vb. ‘in einen Sack stecken’ (15. Jh.); vgl. spätmhd. secken ‘in einem Sack ertränken, in einen Sack stecken’ (14. Jh.). einsacken Vb. ‘in einen Sack stecken’ (Anfang 16. Jh.). Nicht hierher gehört sacken ‘sich senken’; dazu s. ↗versacken. Sacktuch n. ‘grober Stoff zur Herstellung von Säcken’, mhd. sactuoch; obd. ‘Taschentuch’ (um 1800), zu Sack in der obd. üblichen Bedeutung ‘Tasche an Rock und Hose’. Sackgasse f. ‘Straße, die nicht weiterführt, nur einen Zugang hat’, also wie ein Sack nur eine Öffnung hat (Anfang 18. Jh.), älter dafür Sack (17. Jh.).
Zitationshilfe
„einsacken“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/einsacken>, abgerufen am 30.09.2020.

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