Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

hüpfen

hüpfen Vb. ‘kleine Luftsprünge machen, in kleinen Sprüngen laufen’, auch ‘springend tanzen’, mhd. hüpfen, mnd. nd. hüppen, mnl. nl. huppen, mhd. hupfen, hopfen, (md.) hoppen, nd. huppen, hoppen, aengl. hoppian, engl. to hop, anord. schwed. hoppa setzen teils ein germ. jan-Verb, teils (mit Intensivgemination) ein ōn-Verb voraus (s. dazu die lautlich und semantisch nahe stehenden Verben ↗hoppeln und ↗hopsen). Verwandt sind ↗Hüfte, ↗Haufen (s. d.) sowie anord. hopa ‘zurückweichen’ und lat. cubāre ‘liegen’. Zugrunde liegt ie. *keub-, *kūb-, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen’, auch ‘den Körper, sich in den Gelenken biegen’ und ‘Wölbung, Höhlung’. Zur gleichen Wurzel gehören ↗Haube, ↗Hobel, ↗hoch, ↗Hügel, ↗Hocke1 (s. d.).
Zitationshilfe
„hüpfen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/h%C3%BCpfen>, abgerufen am 23.02.2020.

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