Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

hanebüchen

hanebüchen Adj. ‘grob, unerhört, aberwitzig’, mhd. hagenbüechīn (woraus im 15. Jh. md. hanbuchen) ‘aus Hainbuchenholz’, Adjektivableitung von mhd. hagenbuoche, frühnhd. Hage(n)buche ‘Weißbuche’ mit den kontrahierten Nebenformen frühnhd. (md.) Hainbuche (s. d.), Hanbuche (16. Jh.). Die jetzt allein herrschende übertragene Bedeutung, die an das Knorrige, Derbe des Hainbuchenholzes anschließt, kommt erst im 18. Jh. auf; zunächst stehen neben han(e)büchen noch hainbüchen (ein haynbüchener Kerl, 18. Jh.) und hagebüchen (noch im 19. Jh.). In jüngerer Sprache vorwiegend auf unverständliche Entscheidungen und Handlungsweisen bezogen, geläufig insbesondere hanebüchener Unsinn, das ist hanebüchen.
Zitationshilfe
„hanebüchen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/haneb%C3%BCchen>.

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