Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

ich, ...

ich Pers.pron. des von sich als einzelnem redenden Sprechers, ahd. ih, mhd. ich, asächs. mnd. ik, mnl. ic, nl. ik, aengl. ic, engl. I, anord. ek, schwed. jag, got. ik gehen auf ie. *eg̑om ‘ich’, aind. ahám auf die Variante ie. *eg̑hom zurück, während die verwandten lat. egō̌, griech. egṓ (ἐγώ) (sofern nicht Umbildung nach der Endung der 1. Pers. Sing. vieler Verben) ie. *eg̑ō und lit. àš, alit. auch , lett. es ein kürzeres ie. *eg̑ voraussetzen. Mit abweichendem Vokalismus vgl. aslaw. azъ, russ. ja (я). Ie. *eg̑(h)om ‘ich’ ist vielleicht als ein Neutrum mit der Bedeutung ‘(meine) Hierheit’ zu betrachten, das sich aus dem Pronominalstamm ie. *e- (s. ↗er, ↗es) und einer in zahlreichen Varianten erscheinenden Partikel *-g̑(h)e-, *-g̑(h)o- entwickelt hat. Die flektierten Formen sind von einem anderen, mit m- anlautenden Pronominalstamm ie. *me- gebildet (s. ↗mir, ↗mich und ↗mein). Ichsucht f. ‘Egoismus’ und ichsüchtig Adj. ‘egoistisch, die eigene Person in den Vordergrund rückend’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„ich“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/ich>, abgerufen am 18.09.2020.

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