Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

je

je Adv. ‘irgendwann einmal, jemals’, (eh und je) ‘immer’, mit Komparativ (je … desto) ‘in dem Maße wie’, vor Zahlen (je drei) ‘jedesmal’, (je Person) ‘pro’, (je nach Bedarf) ‘entsprechend’ Ahd. io, eo ‘immer, stets, je’, mhd. ie, asächs. eo, mnd. ie, io, mnl. ie, aengl. ā, ō, anord. æ, ei, ey, øy werden wie negiertes got. ni aiw als erstarrte Kasusformen (Akkusativ Sing. bzw. für anord. æ Dativ Sing.) auf ein in got. aiws ‘Zeit, Ewigkeit’ erhaltenes Substantiv germ. *aiwi- zurückgeführt; zur Etymologie s. ↗ewig. Als (teilweise nicht mehr erkennbares) Kompositionsglied steht das hier behandelte Adverb auch in ↗immer, ↗irgend, ↗jeder, ↗jeglich, ↗jemand (s. d.).
Zitationshilfe
„je“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/je>, abgerufen am 09.08.2020.

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