Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

keifen

keifen Vb. ‘schrill zanken’ beruht auf md. kīfen (14. Jh.), mnd. kīven, das beim Übergang ins Hd. die dort übliche b-Form nhd. keiben, mhd. kīben ‘scheltend zanken’ verdrängt. Verwandt sind mnl. kīven ‘fechten, streiten’, nl. kijven, anord. kīfa ‘mit Worten streiten, zanken’, aengl. cāf ‘schnell, flink’. Weitere etymologische Zusammenhänge sind ungewiß. Ein Anschluß an die Erweiterung ie. *geibh- der Wurzel ie. *gei- ‘drehen, biegen’, wobei für keifen eine Ausgangsbedeutung ‘sich zanken und heftig bewegen’ anzunehmen ist, bleibt fraglich.
Zitationshilfe
„keifen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/keifen>, abgerufen am 17.02.2020.

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