Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

klieben

klieben Vb. ‘spalten’ (nur südd. öst., im übrigen Sprachgebiet seit dem 17./18. Jh. außer Gebrauch). Das starke Verb ahd. klioban (9. Jh.), mhd. klieben, asächs. klioƀan, mnd. klūven, mnl. clieven, nl. klieven, aengl. clēofan, engl. to cleave, anord. kljūfa, schwed. klyva ‘spalten’ (germ. *kleuban) führt mit griech. glýphein (γλύφειν) ‘aushöhlen, in Stein, Erz, Holz eingraben, gravieren’, glyphís (γλυφίς) ‘Kerbe’, lat. glūbere ‘abschälen, besonders ein Tier abdecken’ und vielleicht auch aslaw. glǫbokъ, russ. glubókij (глубокий) ‘tief’ auf ie. *gleubh- ‘schneiden, schnitzen, abschälen’ (dazu s. auch ↗klauben, ↗Kloben, ↗Kluft1, ↗Knoblauch).
Zitationshilfe
„klieben“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/klieben>, abgerufen am 24.11.2020.

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