Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

krauen, ...

krauen Vb. ‘mit gekrümmten Fingern leicht kratzend streicheln’ (besonders Tiere), ahd. krouwen (8. Jh.), krouwōn (11. Jh.), mhd. krouwen, krowen, kräwen ‘kratzen’, mnl. crauwen, crouwen, nl. krauwen sowie ahd. krewil, krouwil (um 1000), mhd. kröuwel, krewel, kreul, nhd. Kräuel ‘Haken, Kratze, Kralle’, asächs. krauwil, mnd. krouwel ‘Gabel mit krallenförmigen Zinken, Kralle’, nl. krauwel ‘krummer Nagel, Kralle’ führen auf ie. *greu-, *grū- ‘Zusammengekratztes’, eine Erweiterung der verbreiteten Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. ↗kriechen, ↗Krücke, ↗Krume, ↗Krüppel). Dazu die Weiterbildung kraulen1 Vb. ‘sanft kratzend streicheln’, frühnhd. kraueln (15. Jh.).
Zitationshilfe
„krauen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/krauen>, abgerufen am 03.03.2021.

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