Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

kreischen

kreischen Vb. ‘schrill, mit sich überschlagender Stimme schreien’, mhd. mnd. krīschen, mnl. crīscen, crijsscen, nl. krijsen. Das ehemals (gelegentlich noch im 19. Jh.) stark flektierende Verb ist wie ↗kreißen (s. d.) und mhd. krīsten, nhd. (mundartlich) kreisten ‘ächzen, stöhnen’ von ie. *grei-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘heiser schreien’ (s. ↗krähen, ↗Kranich), herzuleiten, wobei das Ableitungssuffix in affektisch veränderten Lautvarianten (sk, t, st) auftritt. Zur genannten Wurzelerweiterung gehören auch lat. gingrīre ‘schnattern’ (von Gänsen), mir. grith ‘Schrei’.
Zitationshilfe
„kreischen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/kreischen>, abgerufen am 21.04.2021.

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