Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

labberig, ...

labbern Vb. ‘schlaff werden, herunterhängen’ (von Segeln), ‘sich hin und her bewegen’ (auch von schwachem Wind, der fortwährend die Richtung ändert), ein nd. Seemannswort; vgl. nl. labberen ‘sachte wehen, flattern’. Das iterative Verb stellt sich mit den unter ↗Lappen (s. d.) und (mit anlautendem s-) unter ↗schlaff, ↗schlapp1, ↗schlafen (s. d.) genannten Formen zur Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’. labberig Adj. ‘weich, schlapp’, auch ‘fade schmeckend’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„labberig“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/labberig>, abgerufen am 25.09.2020.

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