Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

na, ...

na Interjektion Der am Beginn von Fragen und Zurufen stehende Ausdruck unterschiedlicher Empfindungen (des Zögerns, der Verwunderung und Überraschung, des Staunens, Zweifelns, der Ablehnung) wird, oft auch in der Doppelsetzung na, na, vor allem umgangssprachlich gebraucht (seit dem 16. Jh. literarisch nachweisbar). Er leitet bis in jüngste Zeit gern Fragen ein (Na, wie geht’s?, Na, wird’s bald?). Ob na als Abschwächung von nu (s. ↗nun) anzusehen oder selbständig, etwa als eine Pause füllende Verlegenheitslautung, entstanden ist, bleibt ungeklärt. In dieser einen Satz eröffnenden Interjektion eine Fortsetzung der in negativen Fragen auftretenden Fragepartikel ahd. na (meist am Satzende, selten in der Satzmitte) zu sehen, ist kaum angängig, da diese Partikel nur bei Notker (um 1000), danach nicht mehr begegnet. nanu Interjektion am häufigsten mit Frageton als Ausdruck ungläubigen Staunens, Zusammenrückung aus na nu (s. ↗nun); im 19. Jh. in der Schreibung na, nu!
Zitationshilfe
„na“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/na>, abgerufen am 25.09.2020.

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