Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

preisen, ...

Preis m. ‘in Geld ausgedrückter Wert einer Ware, Belohnung für einen Sieg, hohes Lob, Auszeichnung’, mhd. prīs (seltener brīs) ‘Lob, Ruhm, Wert, Herrlichkeit, Rühmenswertes’, mnd. prīs ‘Lob, Ruhm, Geldwert’, mnl. nl. prijs ‘Preis, Geldwert’, mengl. pris, priis, prijs, prise, engl. price sind entlehnt aus afrz. pris ‘Lob, Ruhm, Herrlichkeit, Belohnung, Kaufpreis, Wert’ (frz. prix), aus lat. pretium ‘Wert, Geld, Kaufpreis, Lohn, Belohnung’. Die im Lat. und Afrz. vorgeprägte Bedeutung ‘Kaufpreis, Bezahlung, Wert in Geld’ begegnet im Dt. zuerst im Mnd. (15. Jh.) und ist vom 17. Jh. an allgemein geläufig. preisen Vb. ‘verherrlichen, rühmen’, mhd. prīsen ‘loben, rühmen, verherrlichen, beurteilen’, mnd. prīsen ‘hochschätzen, den Preis, Wert, die Zahl bestimmen’. Wohl abgeleitet vom Substantiv unter Einfluß von afrz. prisier ‘schätzen, taxieren, hochschätzen, rühmen’ (aus spätlat. pretiāre ‘einschätzen, rühmen’). Schwache Flexion hält sich bis ins 19. Jh., doch begegnen starke Formen bereits im Spätmhd. Nobelpreis m. von dem schwedischen Chemiker A. Nobel 1895 gestifteter, seit 1901 jährlich verliehener Geldpreis für hervorragende kulturelle und wissenschaftliche Leistungen.
Zitationshilfe
„preisen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/preisen>, abgerufen am 17.02.2020.

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