Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

radieren, ...

radieren Vb. ‘Geschriebenes oder Gezeichnetes wegkratzen, tilgen’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. rādere (rāsum) ‘kratzen, schaben, reinigen, glattmachen, abscheren’ (s. ↗rasieren). Im Bereich der bildenden Künste erscheint radieren zu Anfang des 18. Jhs. für ‘eine Zeichnung mit der Radiernadel auf eine Kupferplatte ritzen und diese danach ätzen’; dazu Radierung f. ‘Vorgang bzw. Verfahren des Radierens, im Anschluß daran hergestelltes graphisches Blatt’ (18. Jh.). Radiermesser n. (Ende 15. Jh.), Radiergummi m. (Ende 19. Jh.). ausradieren Vb. ‘durch Radieren tilgen’ (um 1600).
Zitationshilfe
„radieren“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/radieren>, abgerufen am 28.10.2020.

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