Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

saugen, ...

saugen Vb. ‘Flüssigkeit mit Lippen und Zunge einziehen’, ahd. sūgan (8. Jh.), mhd. mnd. sūgen, asächs. aengl. sūgan, mnl. sūghen, nl. zuigen, anord. sūga, schwed. suga (germ. *sūgan) und die verwandten Bildungen mit -k- wie aengl. sūcan, engl. to suck, aengl. socian, engl. to soak ‘durchtränkt werden, durchsickern’, mhd. suc, soc ‘Säugung, Säugezeit, Saft’ sind mit lat. sūgere ‘saugen’, sūcus ‘Saft’, kymr. sugno ‘Saft’ (und vielleicht auch lett. sūkt ‘saugen’) auf eine Gutturalerweiterung (ie. *seug-, *sūg- bzw. *seuk-, *sūk-) der unter ↗saufen (s. d.) angegebenen lautmalenden Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ zurückzuführen, wozu auch aind. sunṓti ‘preßt aus, keltert’ gestellt werden kann. Sog m. ‘saugende Strömung’ (18. Jh.), aus nd. Sog, nl. zog ‘Kielwasser’, einem Wort der Seemannssprache, vgl. mnd. soch ‘das (Ein)saugen’. suckeln Vb. ‘in kleinen Zügen saugen’, ablautende Iterativbildung zu saugen (suggeln, 14. Jh., aussuckeln, 15. Jh.). Säugling m. ‘Kleinstkind’, spätmhd. sūgelinc.
Zitationshilfe
„saugen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/saugen>, abgerufen am 25.02.2020.

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