Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

schelten, ...

schelten Vb. ‘(be)schimpfen, ausschimpfen, tadeln, Vorwürfe machen’, ahd. skeltan (8. Jh.), mhd. schelten, schelden ‘schmähen, tadeln, beschimpfen’, anfrk. skeldan, mnd. schelden, mnl. scelden, nl. schelden, afries. skelda (westgerm. *skeldan). Herkunft ungewiß. Vielleicht anzuschließen an eine Dentalerweiterung von ie. *skel- (s. ↗Schall und ↗Schelle1), das als eine s-Variante der Wurzel ie. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. ↗hell) angesehen werden kann. Schelte f. ‘laut geäußerter Tadel, Rüge’, ahd. skelta (9. Jh.), mhd. schelte ‘Schmähung, Tadel’. unbescholten Part.adj. ‘frei von öffentlich entehrendem Tadel’, mhd. unbescholten, verneintes Part. Prät. zu mhd. beschelten ‘durch Tadel oder Schmähung herabsetzen, verkleinern, rügen’, ahd. biskeltan (9. Jh.).
Zitationshilfe
„schelten“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/schelten>, abgerufen am 25.10.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …

Wortinformationsseiten im DWDS

Im Etymologischen Wörterbuch stöbern

a ä b c d e é f g h i
j k l m n o ö p q r
s t u ü v w x y z -