Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

schmächtig

schmächtig Adj. ‘klein, dünn, schwächlich’, mhd. smahtec ‘Hunger und Durst leidend’, mnd. smachtich, smechtich ‘hungrig, verhungert, armselig, kümmerlich, dünn’ sind von den unter ↗schmachten (s. d.) angeführten Substantiven mhd. smaht ‘Geruch, das Schmachten, Verschmachten, hoher Grad von Hunger und Durst’, mnd. smacht ‘Entbehrung, entkräftender Hunger’ abgeleitet. Die heute übliche Bedeutung entwickelt sich aus ‘durch Hunger und Durst geschwächt’ (16. Jh.) über ‘entkräftet, schwach, kraftlos’ (17. Jh.), vielleicht gefördert durch mnd. nd. Einfluß.
Zitationshilfe
„schmächtig“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/schm%C3%A4chtig>, abgerufen am 16.02.2020.

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