Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

schwelen

schwelen Vb. ‘ohne Flamme langsam brennen’ beruht auf mnd. nd. swēlen ‘langsam, ohne Flamme brennen, Gras dörren, Heu machen’, das im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen wird. Mit mnl. swēlen, nl. zwelen ‘Heu wenden’ (eigentlich ‘trocken machen’), aengl. swelan ‘(ver)brennen, sich entzünden, schwären (von Wunden)’, den Intensivbildungen ahd. swelzan, swilizōn ‘sengen, rösten’ (8. Jh.) sowie anord. svalr ‘kühl, kalt’ (d. h. ein schneidendes, brennendes Gefühl erweckend), schwed. sval ‘kühl’, mnd. swalm ‘Qualm, Dunst’, den unter ↗schwül (s. d.) genannten Formen und griech. hé͞ilē (εἵλη, aus ie. *su̯elā) ‘Sonnenwärme, Hitze’, lit. svìlti ‘sengen, ohne Flamme brennen’, (älter) svelti ‘glimmen’ läßt sich das Verb auf eine Wurzel ie. *su̯el- ‘schwelen, brennen’ (s. ↗Sonne) zurückführen.
Zitationshilfe
„schwelen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/schwelen>, abgerufen am 13.08.2020.

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