Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

sich

sich Refl.pron. ursprünglich nur Akkusativ, dann auch Dativ, ahd. sih (8. Jh.), mhd. sich, mnd. sik, sek, anfrk. sig, afries. anord. sik, schwed. sig, got. sik (germ. *sik); im Aengl., Asächs. und Afries. durch die entsprechenden Formen des Pers.pron. ersetzt, nl. zich aus dem Nhd. entlehnt. Verwandt sind aind. (indeklinabel) svayám ‘selbst’, griech. () ‘sich’, lat. ‘sich’, lit. savę̄s ‘seiner’, aslaw. aruss. sebe, russ. sebjá (себя) ‘seiner, sich’. Alle Formen sind von den Pronominalstämmen ie. *se-, *seu̯e-, eigentlich ‘abseits, getrennt, für sich’, hergeleitet, die gleiche Ablautformen aufweisen wie die unter ↗du (s. d.) genannten Pronominalstämme der 2. Pers. Sing.
Zitationshilfe
„sich“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/sich>, abgerufen am 19.02.2020.

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