Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

stieben, ...

stieben Vb. ‘fortwirbeln, umherwirbeln sprühen’. Das stark (nhd. auch schwach) flektierende Verb ahd. stioban (8. Jh.), mhd. stieben, stiuben ‘als oder wie Staub umherfliegen, Staub von sich geben, schnell laufen, rennen, fliegen’, mnd. mnl. stūven, nl. stuiven, (mundartlich) stieven (germ. *steuban) hat keine sicheren Anschlußmöglichkeiten. Nahe steht griech. tȳ́phesthai (τύφεσθαι) ‘rauchen, qualmen, Rauch machen, langsam verbrennen’, tȳphṓs (τυφώς) ‘Wirbelwind’, tȳ́phos (τῦφος) ‘Rauch, Dampf, Qualm, Dunst’, zu ie. *dheubh- ‘stieben, rauchen’, Labialerweiterung der unter ↗Dunst (s. d.) angeführten Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə ‘stieben wirbeln’, besonders von Staub, Rauch, Dampf. Zugehörige Kausativa sind stauben, stäuben (s. ↗Staub). auseinanderstieben Vb. ‘umher-, auseinanderwirbeln’ (18. Jh.); zerstieben Vb. ahd. zi(r)stioban (um 1000), mhd. zerstieben.
Zitationshilfe
„stieben“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/stieben>, abgerufen am 20.02.2020.

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