Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

weisen, ...

weisen Vb. ‘zeigen, führen, belehren’, ahd. wīsen ‘führen, einladen, (ein)berufen, auffordern, bringen, ausführen’ (9. Jh.), mhd. wīsen ‘belehren, unterrichten, wissen lassen, (an)zeigen, kundtun, dartun, beweisen, führen, leiten, warnen’, asächs. wīsian ‘zeigen, verkünden’, mnd. wīsen ‘zeigen, anweisen’, aengl. wīsan, wīsian, mnl. wīsen, nl. wijzen ‘weisen, zeigen’, anord. vīsa ‘weisen, hinzeigen’, schwed. visa ist als Faktitivum von dem unter ↗weise (s. d.) dargestellten Adjektiv abgeleitet und bedeutet eigentlich ‘wissend machen’. Das ursprünglich schwach flektierende Verb geht im Mhd. vereinzelt, seit dem 16. Jh. deutlich zur starken Flexion über. einweisen Vb. ‘in etw. einführen, anleiten’ (16. Jh.). unterweisen Vb. ‘belehren, unterrichten’, mhd. underwīsen ‘zurechtweisen, anweisen, belehren’. S. auch ↗ausweisen, ↗verweisen2.
Zitationshilfe
„weisen“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/weisen>, abgerufen am 29.09.2020.

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