Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

winseln

winseln Vb. ‘mit hohen, gezogenen, klagenden Tönen jammern, weinen’ (zuerst von Tieren, besonders Hunden), mhd. winsel(e)n ist eine iterative Ableitung von gleichbed. ahd. winsōn (9. Jh.), mhd. winsen, frühnhd. winsen (bis 16. Jh., dann von winseln verdrängt). Vergleichbar sind aengl. hwinsian ‘jammern’, hwīnan ‘sausen, pfeifen, zischen’, engl. to whine ‘jammern, plärren’, anord. hvīna ‘sausen’, ferner auch anord. hvīskra ‘flüstern’, hvīskr ‘Geflüster’, hvīsla ‘pfeifen, flüstern’, aengl. hwiscettung ‘das Pfeifen’ von Mäusen, hwistlian ‘pfeifen’, sämtlich schallnachahmende Bildungen (s. auch wispeln und wispern), die sich um lautmalendes germ. *hwī̌- (s. wiehern) gruppieren.
Zitationshilfe
„winseln“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/winseln>, abgerufen am 29.07.2021.

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