Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

wo

wo Adv. Konj. Das Ortsadverb ahd. (h)wār ‘wo, woher’ (8. Jh.), mhd. , , wār, asächs. hwā̌r, mnd. wār, wōr, wūr, mnl. waer, wāre, nl. waar, afries. hwēr, aengl. hwǣr, hwā̌r, engl. where, germ. *hwēr, daneben (mit eindeutig kurzem Vokal) anord. hvar, schwed. var, got. ƕar, germ. *hwar ‘wo’ und aind. kárhi ‘wann’, lat. cūr ‘warum, weshalb, weil’ (alat. quōr), lit. kur̃ ‘wo, wohin’ führen als Bildungen mit r-Formans mit aslaw. kъde, russ. gde (где) ‘wo’ auf unterschiedliche Ablautstufen des Pronominalstamms ie. *ku̯o-, *ku̯e-. Auslautendes r fällt im Dt. bei einsilbigen Partikeln seit dem 11. Jh. ab, Verdumpfung von ā zu ō (beeinflußt durch vorangehendes w) ist (hd.) seit der 2. Hälfte des 13. Jhs. belegt. Der alte Lautstand ist erhalten in der Zusammensetzung warum (s. d.). Konjunktionales wo entwickelt sich aus ahd. sō (h)wār sō über sō wār (9. Jh.), mhd. swō (1330), (14. Jh.).
Zitationshilfe
„wo“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/etymwb/wo>, abgerufen am 23.09.2021.

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