exilisch

Worttrennungexi-lisch
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich
a)
in die Zeit des Exils fallend, im Exil geschehen
b)
vom Exil, vom Geist der Exilzeit geprägt

Typische Verbindungen zu ›exilisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

nachexilisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›exilisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›exilisch‹

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In erster Linie solche Machtbeweise, nicht Beweise weiser Ordnung, sind, bis tief in die exilische und nachexilische Zeit, die von Jahwe gelenkten Naturvorgänge.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 131
Die Zentralisierung des Kultus und die Institutionalisierung der Religion im Staat waren für das nach- exilische Judentum, nicht aber für das alte Israel kennzeichnend.
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2001
Dann folgen die »jüngeren Propheten«, die Schriften vorexilischer, exilischer und nachexilischer Propheten, die in den Büchern Jesaja, Jeremia, Ezechiel und dem »Zwölfprophetenbuch« (Dodekapropnton) enthalten sind.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25647
Die Datierung auf den 10. VII. setzt offenbar die Festlegung des Laubhüttenfestes auf den 15. VII. voraus, ist also frühestens exilisch.
Hesse, K.: Feste und Feiern. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 4870
Zitationshilfe
„exilisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/exilisch>, abgerufen am 07.04.2020.

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