experimentell

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungex-pe-ri-men-tell
HerkunftLatein
WortzerlegungExperiment-ell
Wortbildung mit ›experimentell‹ als Letztglied: ↗tierexperimentell
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
auf Experimenten beruhend, mithilfe von Experimenten (erfolgend)
2.
Kunst, Literatur, Musik (versuchsweise) mit besonderen, neuartigen, ungewöhnlichen, fremd wirkenden künstlerischen Mitteln frei gestaltet, komponiert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

experimentieren · Experiment · experimentell
experimentieren Vb. ‘(wissenschaftliche) Versuche machen’, im 16. Jh. entlehnt aus mlat. experimentare ‘versuchen, erproben, in Erfahrung bringen’, einer Ableitung von lat. experīmentum ‘Versuch, Probe, Erfahrung, Beweis’, Substantivbildung zum Verb lat. experīrī ‘versuchen, probieren’; vgl. mhd. experimenten ‘durch Erfahrung beweisen’. Experiment n. ‘(wissenschaftlicher) Versuch’, aus lat. experīmentum (s. oben); in medizinischen Schriften ‘erprobte Arznei’ und ‘Versuch’ (15. Jh.), im Rahmen der Experimentalphysik ‘Versuch’ (17. Jh.). Davon abgeleitet experimentell Adj. ‘auf Erfahrung beruhend, mit Versuchen arbeitend’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Archäologie Befund Bestätigung Biologie Biomedizin Charakter Chirurgie Endokrinologie Filmgestaltung Fotografie Genetik Krebsforschung Kurzfilm Lyrik Mediengestaltung Medizin Musiktheater Nachweis Pharmakologie Physik Poesie Prosa Psychologie Stadium Therapie Virologie Wirtschaftsforschung avantgardistisch klinisch theoretisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›experimentell‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Stadt ist der experimentellen Kunst gegenüber derzeit besonders aufgeschlossen.
Der Tagesspiegel, 17.04.2004
Es handelt sich um ein im besten Sinne experimentelles Buch.
Süddeutsche Zeitung, 17.01.1998
Einigen Autoren zufolge ist die »experimentelle Musik« von Cage die eigentliche A.
o. A.: A. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 222
Sie macht nämlich sofort ein unabsehbares Feld für fruchtbare experimentelle Arbeit frei.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Wie weit darf man ein experimentelles Ergebnis als gültig betrachten?
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„experimentell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/experimentell>, abgerufen am 20.11.2019.

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