expropriieren

GrammatikVerb
Worttrennungex-pro-pri-ie-ren · ex-prop-ri-ie-ren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Expropriation · expropriieren
Expropriation f. ‘Enteignung’, Entlehnung (Anfang 19. Jh.) von frz. expropriation ‘Enteignung, Zwangsverkauf’, einer Bildung zu frz. propre ‘eigen’ (aus lat. proprius ‘eigen, wesentlich’) und ↗ex- (s. d.). expropriieren Vb. ‘enteignen’ (Anfang 19. Jh.), entsprechend frz. exproprier.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie haben die Fürsten nie expropriiert, so groß ihre Macht zuweilen war.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 152
Wenn man die Großgrundbesitzer und Kapitalisten auch verjagt und expropriiert habe, so dürfe man mit den kleinen Produzenten nicht ebenso verfahren.
Gitermann, Valentin: Die Russische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 6543
Die Arbeiter andererseits, statt das Kapital abzuschaffen und die Expropriateuregemäß dem Marxschen Schlachtruf ihrer Individualität zu expropriieren, appropriieren, erwerben ihre Individualität.
Die Zeit, 19.12.1957, Nr. 51
Hast du fremdes Gut zu expropriieren begehrt?
konkret, 1990
Zitationshilfe
„expropriieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/expropriieren>, abgerufen am 23.04.2019.

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