fällen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfäl-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›fällen‹ als Erstglied: ↗Fällbad · ↗Fäller · ↗Fällmittel · ↗Fällung
 ·  mit ›fällen‹ als Letztglied: ↗ausfällen · ↗umfällen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
einen Baum fälleneinen Baum umhauen
Beispiele:
Bäume, Holz (mit der Axt, Säge) fällen
er stürzte wie eine gefällte Eiche, wie vom Blitz gefällt
gehoben, übertragen jmdn. zu Fall bringen, jmdn. vernichten, töten
Beispiele:
Sie haben Ihrem Spanien zum Sieg verholfen ... und den Ligarius gefällt [Feuchtw.Tag215]
die Freude hatte ihn gefällt [StrittmatterWundertäter63]
2.
meist im Part. Prät.
das Bajonett fällendas aufgepflanzte Bajonett zum Angriff vorwärtsrichten
Beispiele:
die Soldaten stürmten mit gefälltem Bajonett vorwärts
Auf einmal tauchte ... ein Mann auf und einer von links, beide, wie es schien, mit gefälltem Gewehr [RennKrieg325]
3.
eine Entscheidung, ein Urteil fällen
a)
eine Entscheidung fällenetw. entscheiden
Beispiel:
er hatte eine wichtige Entscheidung zu fällen
b)
ein Urteil fällenüber etw., jmdn. urteilen
Beispiel:
ein sachliches, sicheres, treffendes Urteil über etw., jmdn. fällen
ein gerichtliches Urteil sprechen
Beispiele:
ein Urteil gegen, über jmdn. fällen
der Richter fällte ein hartes Urteil
einen richterlichen Spruch fällen
4.
Chemie eine chemische Verbindung, einen Stoff durch Zusatz eines anderen Stoffes, einer anderen Verbindung aus einer Lösung absondern, ausfällen
Beispiele:
Aluminium als Hydroxyd fällen
bei der chemischen Analyse ist Bariumsulfat aus der Lösung gefällt worden
5.
Mathematik das Lot auf eine Gerade fällendie Senkrechte zu einer Geraden ziehen, zeichnen
Beispiele:
von dem Punkt A das Lot auf die Bildachse, Linie fällen
von einem Punkt außerhalb der Geraden das Lot fällen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fällen Vb. ‘zu Fall bringen, umschlagen’, ahd. fellen ‘zu Fall bringen, niederwerfen’ (9. Jh.), mhd. vellen ‘fallen lassen, zu Fall bringen, niederwerfen, töten’, asächs. fellian, mnd. mnl. nl. vellen, aengl. (westsächs.) fyllan, (angl.) fellan, engl. to fell, anord. fella, schwed. fälla gehen zurück auf ein germ. jan-Verb, Kausativum zu dem unter ↗fallen (s. d.) behandelten starken Verb. fällen bedeutet also ‘machen, bewirken, daß etw. fällt’. In der Rechtssprache ein Urteil fällen ‘ein Urteil treffen’ (1400).

Thesaurus

Synonymgruppe
abholzen · ↗absägen · ↗roden · ↗schlagen  ●  fällen  Hauptform · ↗umhauen  ugs. · ↗umsägen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auge Baum Blick Entscheidung Gewicht Himmel Name Opfer Startschuss Urteil Vorhang Wort abfällen anfällen auf auffällen aus ausfällen da dann ein einfällen es leicht schwer umfällen wegfällen zufällen zurückfällen zusammenfällen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fällen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es fällt mir schwer, mich minimalistisch auf 5 Titel zu beschränken.
Die Zeit, 16.05.1997, Nr. 21
Es fällt vielen schwer, in dieser Zeit entspannt in einer Position zu bleiben.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 70
Heute fällt das vielen nicht mehr so schwer wie in unaufgeklärten Tagen.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 3, Berlin: Aufbau-Verl. 1956, S. 189
Es fällt ihm nicht leicht, sich in ein Kollektiv einzuordnen.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Wenn es ihr bis heute nicht möglich war, diesen Beschluß wirksam zu gestalten, so fällt die Verantwortung dafür sicher nicht auf die italienische Regierung.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1943]
Zitationshilfe
„fällen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fällen>, abgerufen am 18.10.2019.

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