förderlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungför-der-lich (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

nützlich
Beispiele:
eine förderliche Tätigkeit, Lektüre
der mehrwöchige Landaufenthalt war seiner Gesundheit sehr förderlich (= dienlich)
die förderliche Wirkung, die von der Unterbrechung des gewohnten Lebens zu erwarten gewesen wäre [MusilMann734]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fördern · förderlich · Förderung · befördern
fördern Vb. ‘unterstützen, begünstigen, voranbringen’, seit dem 16. Jh. bergmännisch ‘Bodenschätze zutage bringen’, ahd. furd(i)ren ‘jmdn. voranbringen, erhöhen, ernennen zu, einsetzen als’ (9. Jh.), mhd. vürdern, vu(r)dern ‘vorwärtsbringen, beschleunigen, vorwärtskommen’, mnd. vȫrderen, mnl. nl. vorderen, aengl. fyrþran sind Ableitungen von einem Komparativ, der in ahd. furdir, mhd. vürder, vurder ‘(räumlich und zeitlich) vorwärts, weiterhin, fortan, fort, weg’, nhd. fürder, aengl. furþor, furþur, engl. further erhalten ist (s. ↗fort). Entsprechend bedeutet das Verb ursprünglich auch ‘vorwärts schaffen, wohin bringen’. förderlich Adj. ‘nützlich, voranbringend’, mhd. vürderlich. Förderung f. ‘Unterstützung, Abbau von Bodenschätzen’, mhd. vürderunge, vu(r)derunge. befördern Vb. ‘transportieren, unterstützen’ (16. Jh.), ‘in der Dienststellung höherrücken lassen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dienlich · ↗fruchtbar · förderlich · ↗gewinnbringend · ↗gut · gute Dienste leisten · ↗günstig · ↗hilfreich · ↗lohnend · ↗nutzbringend · ↗nutzwertig · ↗nützlich · ↗opportun · von Nutzen · von Vorteil · ↗vorteilhaft · ↗wertvoll · ↗zuträglich  ●  ↗ersprießlich  geh. · ↗gedeihlich  geh. · ↗sachdienlich  fachspr., Amtsdeutsch, Jargon
Assoziationen
Synonymgruppe
behilflich · ↗dienlich · förderlich · ↗fördernd · ↗hilfreich · ↗subsidiär · unterstützend · ↗zuträglich
Synonymgruppe
aufbauend · förderlich · ↗konstruktiv

Typische Verbindungen
computergeneriert

Klima Rahmenbedingung Wirkung abträglich angenehm auswirken besonders dienlich durchaus eben eher erachten erweisen gerade gewiß hinderlich höchst kaum keinesfalls keineswegs nicht nützlich schädlich sehr sicher sicherlich unbedingt wenig äußerst überaus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›förderlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Boote gleich reihenweise ausfallen, ist das nicht gerade förderlich.
Die Welt, 07.01.2006
Wenn man gesehen hat, wie viele Verletzte wir vergangenes Jahr hatten, kann es nur förderlich sein, wenn ein gleichwertiger Spieler einen Verletzten ersetzen kann.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2001
Diesem Ziel wäre es sicher förderlich, wenn sich in der Psychologie wieder eine stärkere Orientierung an der Person durchsetzen würde.
Ulich, Dieter: Wissenschaftstheorie und Psychologie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 3852
Dabei konnte ich ihm zu meiner großen Freude förderlich sein.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 98
Jedenfalls reicht aber die Stabilität so weit, daß sie genügt, ein förderliches Ideal einer Wissenschaft zu begründen.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„förderlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/förderlich>, abgerufen am 17.02.2019.

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