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füllig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung fül-lig

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. von vollen, rundlichen Körperformen
  2. 2. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
von vollen, rundlichen Körperformen
Beispiele:
sie hat ein fülliges Gesicht
er war von hoher, etwas fülliger Gestalt
ein füllig geschnittener Wintermantel (= weit geschnittener Wintermantel, der volle Körperformen aufnehmen kann)
eine füllige Matrone in himmelblauem Dirndlkleid [ Weiskopf4,389]
2.
übertragen
Beispiele:
fachsprachlichein fülliger Wein (= ein bukettreicher, extraktreicher Wein)
[sie hatte] vor Augen, wie geistig vereinfachend das strenge preußische Pflichtleben auf eine an sich fülligere (= reichere) Natur gewirkt hatte [ ZuchardtSpießrutenlauf238]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fülle · füllig · Füllhorn · füllen · Füller · Füllfederhalter · Füllsel · Füllung
Fülle f. ‘Zustand des Vollseins, Menge, Umfang’, ahd. fullī, follī ‘Fülle, Sattheit, Sättigung’ (8. Jh.), mhd. mnd. vülle, aengl. fyllu, engl. fill, anord. fylli, got. (in der Zusammensetzung) ufarfullei ‘Überfülle’ ist Abstraktbildung (germ. *fullin-) zu dem unter voll (s. d.) abgehandelten Adjektiv. füllig Adj. ‘beleibt, dick’, im 16. Jh. Übersetzung von lat. farsilis ‘gefüllt’. Füllhorn n. (Günther 1723), älter (17. Jh.) Horn der Fülle für lat. cornū cōpiae, ursprünglich ‘das Horn überreichen Segens’, bereits in antiker Darstellung ein mit Früchten und Blumen übervoll gefülltes Horn als Sinnbild des Überflusses und Reichtums. füllen Vb. ‘vollmachen’, ahd. fullen (8. Jh.), mhd. mnd. vüllen, asächs. fullian, mnl. nl. vullen, aengl. fyllan, engl. to fill, anord. schwed. fylla, got. fulljan ist eine faktitive Ableitung von dem unter voll (s. d.) behandelten Adjektiv. Füller m. ‘wer etw. füllt, vollmacht’, spätmhd. vüller ‘Fresser und Säufer, wer Mörtel einfüllt und den Maurern zuträgt, Schankwirt’; Kurzform (20. Jh.) für Füllfederhalter m. nach voraufgehenden Füllfeder, Füllhalter. Füllsel n. ‘zum Füllen Dienendes ohne besonderen Wert’ (15. Jh.), s. das Suffix -sal, -sel. Füllung f. ‘das Füllen, ausfüllender Inhalt’, spätmhd. vüllunge ‘Anfüllung, Völlerei’; heute auch Kurzwort für Zahnfüllung (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufgedunsen · beleibt · dickbäuchig · dickleibig · drall · feist · fettleibig · füllig · korpulent · kugelrund · mollig · schmerbäuchig · voluminös · wohlbeleibt · wohlgenährt · über Normalgewicht · übergewichtig · üppig  ●  dick  Hauptform · schwergewichtig  verhüllend · stark  verhüllend · stattlich  verhüllend · vollschlank  verhüllend · wohlgerundet  verhüllend · (etwas) auf den Rippen haben  ugs., variabel · adipös  fachspr., medizinisch · aus der Form geraten  ugs. · dick und fett  ugs., Redensart · fett  derb · gut gepolstert  ugs., ironisch · wampert  ugs., bayr.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausführlich · ausgiebig · ergiebig · füllig · in Fülle · opulent · reichhaltig · reichlich · üppig

Typische Verbindungen zu ›füllig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›füllig‹.

Verwendungsbeispiele für ›füllig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Füllig sitzt er da und sagt, daß er niemals eine Hand gegen einen Fan von United erheben würde. [Die Zeit, 07.06.1996, Nr. 24]
Denn fülligere Herren werden sich vor der Silhouette 1966 entscheiden müssen. [Die Zeit, 11.03.1966, Nr. 11]
Aber er hat ein anderes Problem, er ist zu füllig. [Die Zeit, 29.11.1991, Nr. 49]
Ich bin 17 und schmal, sie ist fast 30 und füllig. [Bild, 23.07.2003]
Dies war eine füllige und nahezu hübsche und sehr blonde Frau. [Johnson, Uwe: Ingrid Babendererde, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1985, S. 87]
Zitationshilfe
„füllig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/f%C3%BCllig>.

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