fürder

GrammatikAdverb
Aussprache
Worttrennungfür-der
Wortbildung mit ›fürder‹ als Erstglied: ↗fürderhin

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [dichterisch] in Zukunft, künftig
    1. weiter, weiterhin
  2. 2. [veraltet] vorwärts, weiter
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
dichterisch in Zukunft, künftig
Grammatik: zeitlich
Beispiel:
Ich bereute vieles, was ich in Worten, Taten, Gedanken falsch gemacht, ich wollte es fürder vermeiden [SchaumannZwiebel52]
weiter, weiterhin
Beispiel:
[alle] die kummervollen und bedürftigen Herzens sind, wie es deren im Waldlande viele gibt und fürder geben wird [RoseggerWaldschulmeister1,139]
2.
veraltet vorwärts, weiter
Grammatik: räumlich
Beispiel:
Die Tür des Gottesackers war verschlossen, und der Wanderer zog fürder [RaabeHungerpastorI 1,548]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fürder Adv. ‘weiter, vorwärts’, ahd. furdir (9. Jh.), mhd. vurder, vürder, asächs. furðor, mnd. vörder, vürder, aengl. furþor, furþur, engl. further; wohl hervorgegangen aus dem Komparativ von ↗fort (s. d.).

Verwendungsbeispiele für ›fürder‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fürdere Zeiten sind Zeiten, die noch nicht ran sind, noch lange nicht ran.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 213
Wolfgang lebte fürder mit der Umwelt und allem Fremdsprachlichen in steter Spannung.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 112
Aus Dankbarkeit gestattete ihm der Magistrat, fürder das Wappen von Crossen zu führen - jedoch mit einer Wanze über den gezackten Mauern.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
Zitationshilfe
„fürder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/f%C3%BCrder>, abgerufen am 09.04.2020.

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