fackeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfa-ckeln
Wortbildung mit ›fackeln‹ als Letztglied: ↗abfackeln
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich zögern
Beispiel:
wenn Sie noch lange fackeln, wird Ihnen das Mädchen ausrücken [BrochEsch155]
Grammatik: meist verneint
Beispiele:
(mit jmdm.) nicht lange fackeln
hier wird nicht (lange, viel, weiter) gefackelt!
nicht (lange) gefackelt! (= frisch angepackt!, los!)
Nicht gefackelt, Jungeken, keine Müdigkeit vorschützen [DöblinAlexanderpl.30]
Herr Zarnke würde ihn ohne Fackeln aus der fahrenden Untergrundbahn hinauswerfen [Feuchtw.Oppermann93]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fackel · fackeln
Fackel f. Stock mit einer aus brennbarem getränktem Gewebe hergestellten Spitze, die angezündet wird und leuchtet, ursprünglich ein brennbares zugeschnittenes Holzscheit, ahd. fackala ‘Fackel, Kienfackel’ (8. Jh.), mhd. vackel, asächs. fakla, mnd. mnl. fackel(e), nl. fakkel sind Entlehnungen von vlat. facla, lat. facula, Deminutivum zu lat. fax (Genitiv facis) ‘Kienspan, Fackel, Flamme, Feuer’. Oft in übertragenem Gebrauch als Sinnbild eines richtungweisenden Leuchtfeuers (Fackel des Fortschritts u. dgl.). fackeln Vb. ‘brennen, leuchten wie eine Fackel’, mhd. vackelen; das flackernde Brennen führt zu der übertragenen Verwendung nicht lange fackeln ‘nicht lange zögern und überlegen’ (18. Jh.), d. h. ‘nicht unruhig und unstet wie eine Fackel sein’.

Typische Verbindungen zu ›fackeln‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fackeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›fackeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es wichtig wird, ist er sehr bestimmend, er fackelt nicht lange.
Süddeutsche Zeitung, 19.10.1999
Die anderen elf Manager fackelten nicht lange: Sie traten kurzerhand aus dem exklusiven Club aus.
Die Zeit, 07.12.1990, Nr. 50
Alles wird genommen, was paßt, und dafür wird nicht lange gefackelt.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 276
Sie fackelte nicht lange, wenn es darum ging, was wir am Abend oder am Wochenende machen sollten.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 136
Sie sei gekommen, um abzurechnen, aber mit uns beiden, nun würde nicht mehr gefackelt, wo Beatrice sei?
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 360
Zitationshilfe
„fackeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fackeln>, abgerufen am 29.03.2020.

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