Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

faselig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung fa-se-lig
Wortzerlegung faseln -ig

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ...
    1. 1. [abwertend] töricht, sinnlos redend und handelnd
    2. 2. [ostmitteldeutsch] entsprechend der Bedeutung von faseln (2)
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
abwertend töricht, sinnlos redend und handelnd
Beispiele:
ein faseliges Kind, ein faseliger Mensch
du bist aber heute faselig!
und seit der Hans Ottsen ihr vergangenen Winter was in den Kopf gesetzt hat, ist sie vollends faselig geworden [ Storm3,101]
2.
ostmitteldeutsch entsprechend der Bedeutung von faseln (2)
Beispiel:
ein faseliges Kind

Verwendungsbeispiele für ›faselig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Soweit man hören kann, spielt er sehr gut, aber in den Ohren knispeln faselige Konzertbesucher. [Süddeutsche Zeitung, 18.07.2001]
Wie bringt man diesem faseligen und vergesslichen Augenblickslebewesen bei, sich zuverlässig zu erinnern? [Süddeutsche Zeitung, 17.03.2004]
In den späteren allerdings kurzen Kapiteln über Europa und die neue Weltordnung wird er leider schwammig und faselig. [konkret, 1996]
Dort las man auch, auf Seite 66 in Spalte vier, das kurze, griffige Resümee eines längeren, faseligen Artikels. [konkret, 1987]
Die Unterhaltung mit ihnen wird schal, bramarbasierend, faselig. [Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 279]
Zitationshilfe
„faselig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/faselig>.

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