fauchen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfau-chen
Wortbildung mit ›fauchen‹ als Letztglied: ↗anfauchen  ·  mit ›fauchen‹ als Grundform: ↗Gefauche
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
in Wut, Gereiztheit durch Ausstoßen von Luft ein zischendes Geräusch hören lassen
Beispiele:
die gereizte Katze, der gereizte Löwe, Tiger faucht
der Hamster, Fuchs verteidigt fauchend seine Jungen
der Schwan fauchte und schlug mit den Flügeln um sich
wie ein Raubtier, wildes Tier fauchen
bildlich
Beispiele:
man hörte die Lokomotive schon von weitem fauchen
der Wind fauchte um die Häuserecken, durch die Straßen, Ruinen, den Ofen
wenn das Gaslicht faucht [WerfelGerichtstag115]
2.
etw. erregt, gereizt sagen
Beispiele:
»Was wollen Sie denn noch?« fauchte endlich der Schriftsteller [DürrenmattRichter99]
dieser, empört, fauchte ... dem Pianisten ein landesübliches Schimpfwort ins Gesicht [SchnitzlerTraumnovelle35]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fauchen · anfauchen
fauchen Vb. ‘gereizt schnaufen, knurren, bissig schimpfen’. Das lautmalende Verb mhd. phūchen ist gebildet zur Interjektion mhd. phūch, die den Angriffs- und Verteidigungslaut der Katze ausdrückt. Es wird bald auf andere ähnlich klingende (Tier)laute ausgedehnt. Von verschiedenen Varianten (phūchen, phūchzen, pfauchen, pfauchzen u. a.) setzt sich im Nhd. um 1800 omd. fauchen durch. anfauchen Vb. ‘anschnaufen, grob und gereizt anfahren’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blasebalg Brenner Drache Espressomaschine Katze Lok Panther Raubkatze Raubtier Tiger Wildkatze anfauchen brüllen dampfen entgegen grunzen hauchen knattern knurren kratzen kreischen los qualmen rattern röhren schnauben schnurren spucken zischen zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fauchen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht zeigt er dann genug Mumm, um gegen mich anzutreten ", fauchte der" Tiger ".
Die Welt, 06.08.1999
Grundsätzlich faucht sie erst, schmust dann aber um meine Füße.
Die Zeit, 06.06.1997, Nr. 24
Fauchend hockte sie vor der Scheibe, fauchend, sooft ich sie anblickte, stundenlang, wochenlang.
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 54
Sie knurrten und fauchten, fingen auch zu jaulen an, taten ihm aber nichts.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 246
Fauchend, mit drohend gezückten Krallen gingen die zwei aufeinander los.
Preußler, Otfried: Krabat, Stuttgart: Thienemann o.J. [1995] [1971], S. 146
Zitationshilfe
„fauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fauchen>, abgerufen am 15.11.2019.

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