faulen

GrammatikVerb · faulte, ist/hat gefault
Aussprache
Worttrennungfau-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›faulen‹ als Erstglied: ↗Faulschlamm · ↗Fäulnis  ·  mit ›faulen‹ als Letztglied: ↗abfaulen · ↗anfaulen · ↗ausfaulen · ↗durchfaulen
eWDG, 1967

Bedeutung

faul werden, in Fäulnis übergehen
Beispiele:
die Äpfel, Kartoffeln faulen
das abgefallene Obst, zu feucht gelagertes Holz fault
durch den häufigen Regen faulen die Garben auf dem Feld
es roch nach faulendem Wasser, Laub
die Wurzeln der Pflanze sind gefault
die Hand sollte ihm vom Leibe faulen (= faul werden und abfallen), wenn er je wieder das Schwert für den Kaiser zöge [Ric. HuchDreißigjähr. Krieg1,409]
übertragen
Beispiele:
eine faulende Gesellschaftsordnung
Eine bestehende Ordnung ist erhalten, vielmehr sich selbst überlassen worden ... bis sie faulte [H. MannZeitalter176]

Thesaurus

Synonymgruppe
faulen · ↗herunterkommen · ↗modern · ↗verfallen · ↗verfaulen · ↗vergammeln · ↗verkommen · ↗vermodern · ↗verrotten · ↗verwesen  ●  ↗gammeln  ugs. · ↗verlottern  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Baum Blatt Boden Erde Fleisch Frucht Holz Kartoffel Leiche Stamm Traube Wasser Wurzel Zahn abfaulen bald gären hin hinfaulen langsam schimmeln sonst stinken weg wegfaulen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›faulen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manch einer geht gern tanzen, andere wiederum liegen auf der faulen Haut.
Der Tagesspiegel, 30.11.1998
Wer aber zahlt, wenn die Pilze erst später aus der Decke wachsen, Rohre faulen und Wände nässen?
Die Zeit, 26.04.1974, Nr. 18
Die stippigen Stellen haben bitteren Geschmack und faulen sehr bald.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 309
Derartige Pilze faulen sehr schnell und können dadurch schädlich werden.
Ulbrich, Eberhard: Essbar oder giftig?, Berlin: Grüne Post 1937, S. 376
Den Beutel soll man nicht luftdicht verschließen, sonst faulen die Kräuter.
Schönfeldt, Sybil: Leichte schnelle Küche, Hamburg: Litten 1978, S. 70
Zitationshilfe
„faulen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/faulen>, abgerufen am 16.07.2019.

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