faustisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfaus-tisch
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben in der Art des Faust, der Hauptfigur von Goethes Drama
Beispiele:
faustisches Streben, Suchen, Ringen
ein faustischer Trieb, Eifer
der faustische Mensch
eine faustische Natur
sein faustisches Wesen
faustisch suchend

Typische Verbindungen zu ›faustisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›faustisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›faustisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So kommt es zu einer Art faustischem Pakt: Du bringst mir das Zeichnen bei, ich erzähle dafür dein Leben.
Die Zeit, 26.12.2011 (online)
Ich habe diesen faustischen Pakt mit den Medien aber auch deshalb nie geschlossen, weil ich den Medien nicht gehören wollte.
Süddeutsche Zeitung, 17.05.2003
Der moralische Imperativ als Form der Moral ist faustisch und nur faustisch.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 432
Wenn ich bis hier mein Leben überblicke und mich ihm nach Menschenmöglichkeit völlig objektiv gegenüberstelle, so war es, ich kann es nicht anders sagen, faustisch.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
In der Antwort auf diese faustische Frage steckt der ganze kranke entzückende Nietzsche.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31627
Zitationshilfe
„faustisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/faustisch>, abgerufen am 09.04.2020.

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