feenhaft
GrammatikAdjektiv
Worttrennungfe-en-haft (computergeneriert)
WortzerlegungFee-haft
eWDG, 1967

Bedeutung

zauberhaft schön, prächtig
Beispiele:
ein feenhafter Anblick
sie war ein feenhaftes Wesen
Bis spät in die Nacht hinein stand das Gebäude wie ein feenhaft beleuchteter Turm [Kellerm.Tunnel96]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fee · feenhaft
Fee f. mit Schönheit und Wunderkraft begabtes weibliches Märchenwesen. Entsprechend der unterschiedlichen Vorliebe für Märchengestalten in bestimmten literarischen Epochen wird Fee, für das es im Dt. keine adäquate Entsprechung gibt, zweimal ins Dt. entlehnt. Zuerst gelangt das auf spätlat. Fāta ‘Schicksalsgöttin’ (s. ↗Fata Morgana) beruhende afrz. fee, wohl über eine landschaftliche Nebenform mit unorganischem -i- (vgl. féye, faye, fâie u. ä. in modernen ostfrz. Mundarten), als mhd. feie, fei (auch feine) in die höfische Dichtung. Das Wort hält sich im Dt. bis etwa ins 16. Jh., in der Zusammensetzung Meerfei, Meerfein(e) noch darüber hinaus (s. ↗feien). Neue Aktualität erlangen Feen im 18. Jh. unter dem Einfluß engl. und frz. Literatur. Einige Autoren bemühen sich bewußt um eine Wiederbelebung von Fei; als überlegen erweist sich jedoch im Laufe des 19. Jhs. das im 18. Jh. aus frz. fée entlehnte Fee. Eine Reihe von Komposita des 18./19. Jhs. dokumentiert die literarische Beliebtheit, vgl. Feenland, Feenpalast, Feenreich, Feenkönigin, auch Feerie (Feerei). Größere Verbreitung erlangt feenhaft Adj. ‘feengleich, anmutig, wunderbar’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
legendenhaft · ↗märchenhaft · ↗phantastisch · ↗sagenhaft · ↗traumhaft · ↗unglaublich · ↗wunderbar · ↗wundersam  ●  ↗mirakulös  veraltend
Synonymgruppe
elfenhaft · ↗engelhaft · ↗imaginär · ↗immateriell · ↗körperlos · nicht fassbar · nicht greifbar · ↗unfassbar · ↗unkörperlich · ↗unstofflich · vergeistigt  ●  ↗ätherisch  geh.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beleuchtung Wesen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feenhaft‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Hotel waren die Preise gerade doppelt so hoch wie sonst, wofür wir dann den Genuß hatten, eines Abends eine feenhafte Illumination zu sehen.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 21717
Trotzig blickt sie drein und wirkt nun gar nicht mehr feenhaft.
Die Welt, 10.02.2003
Mit feenhaften Fähigkeiten kann man heutzutage bestenfalls im Zirkus auftreten.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 328
Als ich hierher kam, dachte ich ein Land von feenhafter Pracht zu schauen!
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 191
Der androgyne, männliche Popmusiker unterscheidet sich durch fast nichts vom feenhaften Model.
Der Tagesspiegel, 15.09.2000
Zitationshilfe
„feenhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feenhaft>, abgerufen am 20.09.2017.

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