Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

feien

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung fei-en
Wortbildung  mit ›feien‹ als Erstglied: Feiung  ·  mit ›feien‹ als Grundform: gefeit
eWDG

Bedeutung

selten, gehoben etw. feit jmdn. gegen etw. (= etw. macht jmdn. unverletzbar, etw. schützt jmdn. gegen etw.)
Beispiele:
ein Amulett, Talisman feit jmdn. gegen Tod und Verwundung
Der Kummer […] verwundet nicht nur, er feit einen auch gegen vieles [ SeghersTransit5,180]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

feien · gefeit
feien Vb. ‘(durch Feenkraft) unangreifbar, immun machen’, fast nur im Part. Prät. gefeit ‘geschützt, unempfindlich’. Nach dem Vorbild von gleichbed. frz. féer (afrz. faer, zu afrz. fee ‘Fee’) wird feien Anfang des 19. Jhs. zu Fei gebildet. Ein bereits mhd. bezeugtes gleichbed. feinen, zu mhd. fei(e), feine (s. Fee), setzt sich nicht fort.

Verwendungsbeispiele für ›feien‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Unstimmigkeiten feien dann schließlich durch ein entsprechendes Abkommen beseitigt worden. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 08.03.1921]
Aber ich hoffe, es feit uns vor ähnlichen Übertreibungen wie im Frühjahr. [Die Welt, 29.12.2000]
Den Nachwuchs feit nur eine gute Erziehung, notfalls verstärkt um eine Kindersicherung. [Die Zeit, 05.01.1996, Nr. 2]
Nur die Überidentifikation mit dem Aggressor feit vor dem Verliererdasein. [Süddeutsche Zeitung, 24.06.1995]
Kinder sollen nicht misstrauisch gegenüber allen Menschen sein, aber man muss versuchen, sie gegen materielle Versuchungen zu feien. [Der Tagesspiegel, 07.01.2001]
Zitationshilfe
„feien“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feien>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
fei
fehltreten
fehlsichtig
fehlschlagen
fehlschießen
feierabend-
feierabendlich
feierlich
feiern
feiertags