feilbieten

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfeil-bie-ten
Wortzerlegungfeilbieten
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. zum Kauf anbieten
Beispiel:
Blumen, Waren feilbieten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

feil · wohlfeil · feilbieten · feilschen
feil Adj. ‘verkäuflich, käuflich’, ahd. feili ‘verkäuflich’ (9. Jh.), mhd. veil(e), mnd. vēle, mnl. veile, veil, nl. veil stehen neben den Formen ahd. (vereinzelt und zweifelhaft) fāli (8. Jh.), anord. falr, schwed. fal. Während die ā̌-Formen sich mit griech. pōlé͞in (πωλεῖν) ‘feilbieten, verkaufen’, lit. pel̃nas ‘Gewinn, Nutzen, Verdienst’, pelnýti ‘erwerben, verdienen’, aslaw. plěnъ ‘Gefangenschaft, die Gefangenen, Beute’, russ. (älter) polón (полон) ‘Gefangenschaft, Beute’ und wahrscheinlich auch aind. páṇatē ‘handelt ein, kauft’ auf die Wurzel ie. *pel- ‘verkaufen, verdienen’ zurückführen lassen, bleibt die Herkunft der im dt.-nl. Sprachgebiet bewahrten Formen mit -ei- ungeklärt. wohlfeil Adj. ‘billig, niedrig, günstig im Preis’, mhd. wolveil(e). feilbieten Vb. ‘zum Verkauf anbieten’ (15. Jh.). feilschen Vb. ‘um den Preis handeln’, mhd. veilsen, veilschen ‘einen Preis bieten, um etw. handeln’, wohl zum Adjektiv mit dem Verbalsuffix -isōn (ahd. *feilisōn).

Thesaurus

Synonymgruppe
anbieten · ↗bereithalten · ↗bereitstellen · bieten · feilbieten · ↗offerieren · zur Verfügung stellen  ●  ↗entbieten  veraltet · ↗feilhalten  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accessoire Antiquität Apotheke Auslage Banane Basar Bauchladen Buchhandlunge Flohmarkt Gemüse Gewürz Haushaltsware Heilmittel Jahrmarkt Kunsthandwerk Ladenhüter Leckerei Obst Schaufenster Schleuderpreis Souvenir Souvenirladen Straßenecke Straßenrand Süßigkeit Verkaufsstand Ware Wochenmarkt Würstchen bieten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feilbieten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dazwischen viel zum Kauf feilgebotene nackte Haut, »Desire« flackert rot an der Ecke.
Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12
Aber klar ist man sich manchmal blöd vorgekommen, sich selbst feilzubieten.
Süddeutsche Zeitung, 04.11.1996
Manchmal wurde sie auch expressionistisch zerquetscht, aber nur selten als abstraktes Frikassee feilgeboten.
Hartung, Hugo: Wir Wunderkinder, Düsseldorf: Droste Verl. 1970 [1959], S. 78
In den engen, schmutzigen Straßen waren Tische aufgestellt, auf denen das Warenlager aufgebaut und feilgeboten wurde.
Baader, Ottilie: Ein steiniger Weg, Lebenserinnerungen einer Sozialistin. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 27397
In Budapest werden frisch auf der Straße gekochte Maiskolben fast an jeder Ecke feilgeboten.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 12
Zitationshilfe
„feilbieten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feilbieten>, abgerufen am 21.11.2019.

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