feindselig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungfeind-se-lig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›feindselig‹ als Erstglied: ↗Feindseligkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

Feindschaft ausdrückend, verratend
Beispiele:
eine feindselige Haltung, Stimmung, Einstellung, Atmosphäre
ein feindseliger Blick traf ihn aus ihren Augen
etw. als einen feindseligen Akt empfinden, ansehen
jmdm. feindselig (= feindlich) gesinnt sein, gegenüberstehen
um ihn war nichts als erregtes Geflüster oder feindseliges Schweigen [Feuchtw.Tag202]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feind · anfeinden · verfeinden · feindlich · Feindschaft · feindselig · Feindseligkeit
Feind m. ‘Gegner, Widersacher’. In ahd. fīant, fījant (8. Jh.), mhd. vīant, vīent, vīnt, asächs. fīand, mnd. vīent, mnl. vīant, nl. vijand, aengl. fēond, engl. fiend, anord. fjāndi ‘Feind, Teufel’, schwed. fiende, got. fijands, germ. *fijand- liegt (wie bei ↗Freund, ↗Heiland, s. d.) ein erstarrtes, substantiviertes Part. Präs. vor, dessen zugehöriges Verb in ahd. fīēn ‘hassen, verabscheuen’ (8. Jh.), aengl. fēogan, anord. fjā, got. fijan begegnet, danach aber nicht erhalten ist. Mit den Verwandten aind. pī́yati ‘schmäht, tadelt, beschimpft’, griech. pḗma (πῆμα) ‘Verderben, Leid’, lat. paene ‘beinahe, fast, ganz und gar’ (ursprünglich Neutrum des Adjektivs *pēnis ‘beschädigt, mangelhaft’) ist von einer Wurzel ie. *pē(i)-, *pī- ‘weh tun, beschädigen, schmähen’ auszugehen. anfeinden Vb. ‘angreifen (mit Worten)’ (15. Jh.), zu einem im 17. Jh. verlorengegangenen Infinitiv spätmhd. vīnden, nhd. feinden, wozu auch verfeinden Vb. ‘feind werden’ (17. Jh.). feindlich Adj. ‘gegnerisch’, ahd. fīantlīh (um 1000), mhd. vīentlich, vīntlich. Feindschaft f. ‘Gegnerschaft’, ahd. fīantscaf (8. Jh.), -scaft (um 1000) ‘Feindseligkeit, Haß, Zwist’, mhd. vī(e)ntschaft. feindselig Adj. ‘feindlich gesinnt, gehässig’ (15. Jh.). Feindseligkeit f. ‘feindliche Gesinnung, Gehässigkeit’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
entzweit · ↗feindlich · feindlich gesinnt (gegen) · feindselig · ↗hasserfüllt · ↗spinnefeind (Verstärkung) · ↗unversöhnlich · verfeindet · von Hass erfüllt · übelwollend  ●  ↗animos  lat.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akt Atmosphäre Einstellung Gesinnung Haltung Handlung Handlunge Propaganda Stimmung US-Politik ablehnend abweisend anstarren argwöhnisch empfunden gegenüberstehen gegenüberstehend gegenübertreten geradezu gesinnt gestimmt gleichgültig mißtrauisch mustern provokativ provokatorisch unfreundlich unverhohlen vergiftet verständnislos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feindselig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Labour hatte sich stets mit einer überwiegend feindseligen Presse abzuplagen.
Die Zeit, 05.05.2004, Nr. 19
Weil er von der Welt sich abschloss, nannten sie ihn feindselig, und weil er der Empfindung aus dem Weg ging, gefühllos.
Der Tagesspiegel, 14.08.2001
Die Frau rührte sich nicht, sie begnügte sich damit, feindselig auf mein Buch zu blicken.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 1031
Ich empfand es nicht eigentlich als feindselige Handlung, dieses Abmauern.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 295
Seit ich da war, lebte er mit den Wissenschaften auf noch feindseligerem Fuß als vorher.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 4884
Zitationshilfe
„feindselig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feindselig>, abgerufen am 24.03.2019.

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