feminin

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfe-mi-nin
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›feminin‹ als Erstglied: ↗feminisieren  ·  formal verwandt mit: ↗Feminismus
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
weiblich
Gegenwort zu maskulin
Beispiele:
das neugeborene Kind ist femininen Geschlechts
Sprachwissenschaftdas Substantiv ›Lampe‹ ist feminin
Eine feminine Begabung, mehr aufnahmefähig und erkennerisch als originell [St. ZweigBalzac116]
2.
abwertend weibisch, weichlich, unmännlich
Beispiel:
er ist feminin veranlagt, ein femininer Typ
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

feminin · Feminismus
feminin Adj. ‘von weiblichem Geschlecht, weiblich, weibisch’, übernommen von gleichbed. lat. fēminīnus, zu lat. fēmina ‘Weib, Frau’. Der bereits bei den römischen Grammatikern übliche Terminus genus fēminīnum wird um 1400 in dt. grammatische Texte aufgenommen und anfangs mit frāwleich geslächt, dann weyplich geschlecht (um 1500) erklärt. Substantiviert Femininum n. Feminismus m. ‘Bestrebung, den Einfluß der Frauen in der Gesellschaft zu erhöhen, übertriebenes Eintreten für die Frauenemanzipation, weibliches Verhalten bei (homosexuellen) Männern’ (Ende 19. Jh.), gelehrte Bildung zu lat. fēmina (s. oben), vielleicht in Anlehnung an gleichbed. frz. féminisme (ebenfalls Ende 19. Jh.), das anfangs auch ‘weiblicher Charme, Liebreiz’ bedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
feminin · ↗fraulich · ↗weiblich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akzent Ausstrahlung Charme Chic Duft Einschlag Eleganz Gesichtszug Hosenanzug Kleid Kleidung Kollektion Kostüm Look Merkmal Mode Note Outfit Schnitt Silhouette Touch Zug elegant feministisch maskulin romantisch sexy weich wirkend zart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feminin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele finden mich zurzeit sicher eher feminin, aber ich bin beides.
Die Zeit, 21.02.2011, Nr. 08
Bei letzteren könnte man einfach durch den Austausch des männlichen Artikels "il" durch ein weibliches "la" die feminine Form herstellen.
Der Tagesspiegel, 04.09.2000
Erschienen jedoch waren die Modeschöpfer, feminine wohlriechende Herren, die ihre Vorführpuppen mitgebracht hatten, schöngewachsene Mädchen, die man ihnen unbesorgt anvertrauen durfte.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 168
An Stelle des maskulinen gläubigen »Vertrauens« ist ein feminines Gefühlsverhältnis zum Heiland getreten.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 330
In Deutschland bewirkt diese feminine und jugendlich-beschwingte Mode wegen ihres großen Stoffverbrauchs Ablehnung, aber auch Neid.
o. A.: 1947. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 18926
Zitationshilfe
„feminin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/feminin>, abgerufen am 06.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
feminieren
Feminat
Femgericht
Fememörder
Fememord
Femininum
feminisieren
Feminisierung
Feminismus
Feminist