fessellos

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfes-sel-los (computergeneriert)
WortzerlegungFessel1-los
eWDG, 1967

Bedeutung

hemmungslos, ungezügelt
Beispiele:
jmds. fessellose Kraft, Energie bändigen, zügeln
Die Folge seines [des Schauspielers] absichtlich durch fessellose Gefühlsentfaltung bewegten Spiels [Ric. HuchConfalonieri42]
die Vegetation des Gartens ... hatte sich mit fesselloser Üppigkeit entwickelt [H. Mann8,15]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Will er Macht demonstrieren, was bei abhängigen Angestellten zieht, aber nicht bei fessellosen Reportern?
Süddeutsche Zeitung, 24.07.1997
In seinen Händen wurde die Macht zur fessellosen, nackten Willkür.
Die Zeit, 27.11.1959, Nr. 48
Sie weckt selbst in der Brust hart gesottener Atheisten fessellose Sehnsucht nach Religiosität.
Die Welt, 18.04.2001
Man schrieb die Bögen und Zuckungen im exaltierten Kontur des Frauenkörpers einem fessellosen Lustprinzip zu.
Süddeutsche Zeitung, 02.02.1994
Die Besonderheit seiner Stoffwahl stempelt Delius zum unverkennbaren Original in einer Epoche fessellosen Epigonentums.
Redlich, Hans F.: Delius. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 20199
Zitationshilfe
„fessellos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/fessellos>, abgerufen am 18.08.2019.

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