festfahren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungfest-fah-ren (computergeneriert)
Wortzerlegungfestfahren
Rechtschreibregeln§ 34 (2.2)
eWDG, 1967

Bedeutung

nicht weiterkommen, steckenbleiben
Beispiele:
ein im Schnee festgefahrenes Auto
wir sind (mit dem Wagen), der Wagen ist (im Sand) festgefahren
umgangssprachlich, bildlich
Beispiele:
die Wirtschaftsverhandlungen sind festgefahren
nach glänzendem Beginn war der Krieg jämmerlich festgefahren [A. ZweigJunge Frau24]
umgangssprachlich sich festfahren
Beispiele:
der Prüfling hat sich hoffnungslos festgefahren
ich habe mich gründlich festgefahren (= ich weiß keinen Ausweg mehr)

Thesaurus

Synonymgruppe
erlahmen · festfahren · ↗gleichbleiben · ins Stocken geraten · ins Stocken kommen · lahm liegen · ↗ruhen · ↗stagnieren · ↗stehen bleiben · ↗stillstehen · ↗stocken  ●  ↗einfrieren  fig. · auf Eis liegen  ugs., fig. · nicht weiterkommen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Acker Auto Beilegung Bemühung Beratung Diskussion Fahrzeug Friedensprozeß Front Gespräch Karren Laster Lastwagen Offensive Sackgasse Sand Sandbank Schiff Schnee Situation Streit Tarifkonflikt Tarifverhandlung Verhandlung Wagen fahren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›festfahren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die katholische Kirche ist so festgefahren, dass ich gar nicht wüsste, wo Reformen ansetzen sollten.
Die Zeit, 26.12.2013, Nr. 52
Ich legte mich zwar nicht hin, fuhr mich aber fest.
Die Welt, 21.08.2004
Als sie sich vollständig festgefahren haben, droht die Regierung mit Zwang.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 395
Die Intensivität des liturgischen Lebens schien sich in dem genauesten Ausbau der reichlich kommentierten Rubriken festzufahren.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 1442
Ausgerechnet in der Frage des Laienkelches, in der man einen Vergleich bisher für besonders leicht erreichbar gehalten hatte, fuhren die Verhandlungen sich fest.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7228
Zitationshilfe
„festfahren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/festfahren>, abgerufen am 18.06.2019.

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